Faulbrut ausgebrochen

Faulbrut ausgebrochen

Weng: Bienen-Seuche alarmiert Veterinäre

Artikel in der Landshuter Zeitung vom 30.04.2019:


Weng/Landkreis. In einem Ortsteil der Gemeinde Weng ist die Amerikanische Faulbrut in einem Bienenvolk ausgebrochen. Das Landratsamt hat mit sofortiger Wirkung einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsort ausgewiesen. Betroffen sind die Ortschaften Hösacker, Pestendorf und Freihausen.

Alle Besitzer von Bienenvölkern, deren Stöcke in diesem Gebiet liegen, haben dies unverzüglich dem Veterinäramt unter 0871-408-4000 zu melden.

Die Maßnahme des Veterinäramts ist auf der Grundlage einschlagiger tierseuchenrechtlicher Vorschriften erfolgt (Tiergesundheitsgesetz und die Bienenseuchen-Verordnung). Darin ist unter anderem festgelegt, dass bewegliche Bienenstände in dem betroffenen Gebiet nicht von ihrem Standort entfernt werden dürfen. Umgekehrt gilt, dass, so lange die Anordnung in Kraft ist, auch keine Bienenvölker oder Bienen in den Sperrbezirk eingebracht werden dürfen. Für den Menschen stellt die Insektenkrankheit keine Gefahr dar.

Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk werden unverzüglich von Amtstierärzten auf die Amerikanische Faulbrut untersucht. Diese Untersuchungen werden frühestens nach zwei, spätestens nach neun Monaten wiederholt, nachdem Bienenvölker im Sperrbezirk getötet oder behandelt worden sind. Von Seiten des Landratsamts ist bei zurückliegenden Ausbrüchen wiederholt darauf hingewiesen worden, dass auch jeder Verbraucher dazu beitragen kann, die Gefahr der Übertragung von Faulbrut-Erregern zu vermindern. Die Fachleute der Behörde appellieren an die Bürger, keine halbleeren, oder noch mit Honigresten versehenen Honig-Gläser über die Altglas Container zu entsorgen.

Gläser oder Plastikflaschen sollten sorgfältig gereinigt oder anderweitig so sicher entsorgt werden, dass keine Bienen an die Honigreste kommen können. Der Grund: Über ausländischen und oft auch nur über Billig-Honig, den Bienen bei ihren Flügen aufsammeln, sind schon häufig die Erreger der Faulbrut in Bienenstöcke eingeschleppt worden.

 

 


Drucken